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Bauwerksdaten: Definitionen

Als Baualter zählt das Jahr, in dem das Gebäude errichtet wurde. In der Bautätigkeitsstatistik des Statistischen Bundesamtes werden Wohngebäude nach Baualtersklassen unterteilt. Die dort für den Wohngebäudebestand verwendeten Baualtersklassen entsprechen nahezu den hier gewählten.

Die Brutto-Grundfläche ist die Gesamtfläche aller Grundrissebenen eines Bauwerks. Sie gliedert sich in Konstruktions-Grundfläche und Netto-Raumfläche (DIN 277-1:2016-01).

Der Brutto-Rauminhalt ist das Gesamtvolumen des Bauwerks. Zum Brutto-Rauminhalt gehören die Raumhalte aller Räume und Baukonstruktionen, die sich über den Brutto-Grundflächen des Bauwerks befinden. Er wird von den äußeren Begrenzungsflächen umschlossen, die von den konstruktiven Bauwerkssohlen, den Außenwänden und den Dächern einschließlich Dachgauben und Dachoberlichter gebildet werden (DIN 277-1:2016-01).

Die hier ermittelten unterschiedlichen Flächen und Volumen basieren auf der DIN 277-1:2016-01 „Grundflächen und Rauminhalte im Bauwesen – Teil 1: Hochbau“. Sie gilt seit Januar 2016 und ist mit Änderungen verbunden. Die DIN 277-1 (2005) und DIN 277-2 (2005) wurden gekürzt und zur DIN 277-1 (2016) zusammengefasst. Dabei wurden u. a. einige Begriffe umbenannt, so „Technische Funktionsfläche“ in „Technikfläche“, „Netto-Grundfläche“ in „Netto-Raumfläche“ und „Nutzfläche“ in „Nutzungsfläche“. Eine Unterteilung der "Nutzungsfläche" in "Hauptnutzfläche" und "Nebennutzfläche" erfolgt nicht mehr (beide Flächenbegriffe werden hier aber noch verwendet).

Die Definitionen der einzelnen Flächen und Volumen (Nutzungsfläche, Technikfläche, Verkehrsfläche, Netto-Raumfläche, Konstruktions-Grundfläche, Brutto-Grundfläche, Brutto-Rauminhalt) sind jeweils separat aufgeführt.

Dies sind die Grundflächen nach DIN 277-1:2016-01 (Nutzungsfläche, Technikfläche, Verkehrsfläche, Netto-Raumfläche, Konstruktions-Grundfläche, Brutto-Grundfläche) sowie Bauteilflächen (Gründung, Außenwand, Innenwand, Decke, Dach, Sonstiges).

Die Gebäudegrundfläche ist die Fläche mit der das Gebäude den Boden berührt. Sie entspricht der Brutto-Fläche des Erdgeschosses bzw. dem so genannten Gebäude-„Fußabdrucks“ und wird häufig auch als bebaute Fläche bezeichnet.

Zur Bebauten Flächen (BF) nach DIN 277-1:2016-01 gehören die Teilflächen der Grundstücksfläche, die durch Bauwerke oberhalb der Geländeoberfläche überbaut bzw. überdeckt oder durch Bauwerke unterhalb der Geländeoberfläche unterbaut sind.

In der DIN 277-1:2016-01 zu Grundflächen und Rauminhalten im Bauwesen (Hochbau) wird nur die Nutzungsfläche thematisiert. Eine Unterschiedung dieser in Haupt- und Nebennutzfläche wird - wie in den Vorgängerversionen üblich - nicht mehr vorgenommen. Dennoch wurde diese Unterteilung hier bei den Wohngebäuden aufgegriffen. Grund dafür war die Möglichkeit der konsequenten Trennung der Hauptnutzung „Wohnen“ von den darüber hinaus erforderlichen Nebennutzungen, wie z. B. Abstell-, Keller-, Boden-, Trockenräume und/oder Waschküchen.

Die Hauptnutzfläche setzt sich aus der Summe der Grundflächen der folgenden Nutzungsarten zusammen: (1) Wohnen und Aufenthalt, (2) Büroarbeit, (3) Produktion, Hand- und Maschinenarbeit, Experimente, (4) Lagern, Verteilen, Verkaufen, (5) Bildung, Unterricht und Kultur, (6) Heilen und Pflegen (Weiß 1995). Bei den Wohngebäuden ergibt sich die Hauptnutzfläche dementsprechend aus der Summe der Grundflächen aller Wohnräume.

Die Konstruktions-Grundfläche ist Teilfläche der Brutto-Grundfläche, die sämtliche Grundflächen der aufgehenden Baukonstruktionen aller Grundrissebenen des Bauwerks umfasst (z. B. Wände, Stützen, Pfeiler, Schornsteine; DIN 277-1:2016-01).

Die Materialien werden einzeln ermittelt und in aggregierter Form für Bauteile, Materialgruppen und gesamt ausgewiesen. Die Zuordnung der einzelnen Materialien zu Materialgruppen zeigt die Materialübersicht.

In der DIN 277-1:2016-01 zu Grundflächen und Rauminhalten im Bauwesen (Hochbau) wird nur die Nutzungsfläche thematisiert. Eine Unterschiedung dieser in Haupt- und Nebennutzfläche wird - wie in den Vorgängerversionen üblich - nicht mehr vorgenommen. Dennoch wurde diese Unterteilung hier bei den Wohngebäuden aufgegriffen. Grund dafür war die Möglichkeit der konsequenten Trennung der Hauptnutzung „Wohnen“ von den gleichfalls erforderlichen Nebennutzungen, wie z. B. Abstell-, Keller-, Boden-, Trockenräume und/oder Waschküchen.

Die Nebennutzfläche setzt sich aus der Summe der Grundflächen für sonstige Nutzungen - Sanitärräume, Garderoben, Abstellräume, Fahrzeugabstellflächen, Fahrgastflächen, Räume für zentrale Technik, Schutzräume - zusammen (Weiß 1995). Bei den Wohngebäuden ergibt sich die Nebennutzfläche dementsprechend aus der Summe der Grundflächen aller Abstell-, Keller-, Boden-, Trockenräume etc.

Die Netto-Raumfläche ist Teilfläche der Brutto-Grundfläche, die sämtliche Grundflächen der nutzbaren Räume aller Grundrissebenen des Bauwerks umfasst (DIN 277-1:2016-01). Die Netto-Raumfläche gliedert sich in Nutzungsfläche NUF, Technikfläche TF und Verkehrsfläche VF.

Die Nutzungsfläche ist Teilfläche der Netto-Raumfläche, die der wesentlichen Zweckbestimmung des Bauwerks dient (DIN 277-1:2016-01). Sie wird entsprechend der tatsächlichen Nutzung in weitere Gruppen unterteilt. Dies sind: Wohnen und Aufenthalt (NUF 1); Büroarbeit (NUF 2); Produktion, Hand- und Maschinenarbeit, Forschung und Entwicklung (NUF 3); Lagern und Verteilen, Verkaufen (NUF 4); Bildung, Unterricht, Kultur (NUF 5); Heilen und Pflegen (NUF 6); Sonstige Nutzflächen (NUF 7).

In der Vorgängerversion DIN 277 Ausgabe 1987 wurde die Nutzungsfläche bzw. Nutzfläche noch in Haupt- und Nebennutzfläche unterteilt. Diese Unterteilung wurde bei den Wohngebäuden aufgegriffen. Grund dafür war die Möglichkeit der konsequenten Trennung der Hauptnutzung „Wohnen“ von den darüber hinaus erforderlichen Nebennutzungen, wie z. B. Abstell-, Keller,- Boden-, Trockenräume und/oder Waschküchen.

Ein Gebäude-Repräsentant ist (als real/fiktiv existierendes Gebäude) ein typischer Vertreter einer Gebäude-Gruppe (hier Baualtersgruppe). Er hat alle charakteristischen Merkmale dieser Gruppe.

Sie werden jeweils aus einer unterschiedlichen Anzahl an konkret errichteten Wohngebäuden – sogenannten Repräsentanten – gebildet und spiegeln den Durchschnitt der im jeweiligen Bauzeitraum üblichen Gebäude- und Wohnungsgrößen, Baukonstruktionen sowie verwendeten Materialien wider.

Die Technikfläche ist Teilfläche der Netto-Raumfläche für technische Anlagen zur Versorgung und Entsorgung des Bauwerks (DIN 277-1:2016-01).

Die Verkehrsfläche ist Teilfläche der Netto-Raumfläche für die horizontale und vertikale Verkehrserschließung des Bauwerks (DIN 277-1:2016-01).

Dies ist der Brutto-Rauminhalt nach DIN 277-1:2016-01.