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Informationssystem Gebaute Umwelt

Der deutsche Bauwerksbestand kann als Materiallager verstanden werden, das sich von Jahr zu Jahr durch Neubau, Modernisierung und Abriss verändert. Mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung und dem Ziel, Ressourcen zu schonen und effizient zu nutzen, gewinnt das Wissen über dieses Materiallager zunehmend an Bedeutung (Ressourceneffizienzstrategie, Kreislaufwirtschaftsgesetz). Wieviel Material steckt in den Bauwerken, welche Materialien werden beim Abbruch frei, sind sie recycelbar? Wie entwickelt sich der Neubau, mit welchen Materialflüssen ist zu rechnen? Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen werden ressourcenbezogene Informationen zu den Bauwerken benötigt.

Das IÖR-Informationssystem Gebaute Umwelt unterstützt Wissenschaftler/innen, Planer/innen und Politiker/innen mit Informationen zur physischen Charakteristik der "gebauten Umwelt" – zu Gebäuden, Infrastrukturen sowie zur Zusammensetzung von Bauwerken nach Baumaterialien und Bauprodukten.

Die ressourcenbezogenen Informationen basieren auf empirisch erhobenen Einzelobjekten (Repräsentanten) des Hoch- und Tiefbaus in Deutschland. Aus den Grundlagendaten zu diesen Einzelobjekten wurden für eine mittelmaßstäbige Beschreibung des Bauwerksbestandes synthetische Bauwerksdaten berechnet und zu einem handhabbaren Set an Bauwerkstypen (Wohngebäude, Nichtwohngebäude,  Haustechnik, Verkehrsinfrastrukturen, Ver- und Entsorgungsinfrastrukturen) zusammengestellt.

Nutzer des Informationssystems können Bauwerkstypen auswählen und für ihren Anwendungsfall angepasste Zusammenstellungen erzeugen, sei es für regionale Anwendungen oder für städtische Teilräume. Die gewünschten Informationen lassen sich einfach kopieren.

Das IÖR-Informationssystem Gebaute Umwelt wird kontinuierlich weiterentwickelt. Perspektivisch werden auch stadtstrukturelle Planungsgrößen (z. B. bauliche Dichte) integriert. Mit der Aufbereitung von Informationen zur Schadensabschätzung bei Extremwetterereignissen (z. B. Gebäudeschadensfunktionen) wurde bereits begonnen. Zudem gibt es an vielen Stellen Verweise auf weiterführende Publikationen, Datenquellen und Anwendungsbeispiele.